• Pia Nussbaum

Gedankenstopp

Aktualisiert: vor 4 Tagen

Interessant für: Suchende nach Veränderung

Ihr Nutzen: Heraus aus dem Gedankenkreisen

Ihre Investition: 2 min

Datum: Oktober 2020

Kennen Sie das? Die Gedanken kreisen und kreisen und das Gedankenkarussell nimmt Fahrt auf. Dabei verrinnt die Zeit und Sie kommen zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis.


Oft sind es dieselben immer wiederkehrenden Gedanken, in denen Sie sich selbst bewerten, abwerten, an sich zweifeln oder sich Sorgen machen. Es sind Gedankengänge, die sich so alltäglich einschleichen ob Sie jetzt auf dem Weg in die Arbeit sind, spazieren gehen oder gerade dabei sind in der Küche das Abendessen zuzubereiten. Wie wir wissen, nutzen uns diese Gedanken kaum und dennoch ist es so schwierig damit aufzuhören.


Wie beenden Sie Ihre hindernden Gedanken? Sagen Sie STOPP zu den Gedanken, die Ihnen nicht guttun, sobald Sie sich selbst dabei ertappen. Sagen Sie laut stopp, malen Sie sich visuell Ihr persönliches Stoppschild aus. Dadurch unterbrechen Sie diesen Gedankenfluss.

Nun geht es darum diese Leere, die gerade entstanden ist mit etwas zu füllen, das Ihnen guttut. Was könnten Sie anstatt dessen denken? Lenken Sie die Aufmerksamkeit auf

Ihre Atmung, auf einen schönen Ort in den Bergen, am Meer, im Wald oder ein positives Erlebnis mit Menschen, die Ihnen guttun. Da ist der Kreativität keine Grenze gesetzt, sie können auch an Ereignisse denken, die in der Zukunft liegen wie ein Fest, das bevorsteht oder eine Reise.


Machen Sie sich selbst bewusst, Sie haben die Kontrolle über Ihre Gedanken. Bei Klientinnen verwende ich gerne die Metapher "Willst Du lieber der/die Reiter*in oder lieber das Pferd sein? Du hast die Kontrolle!“


Nehmen Sie sich Zeit den Gedankenstopp zu üben, denn Ihr Gehirn benötigt Zeit sich an diese neue Handlungsweise zu gewöhnen. Machen Sie einen Schritt nach dem anderen und üben Sie den Stopp. Es kann dauern, bis das Gehirn alte Verhaltensweisen aufgibt. Denn das Gehirn möchte in einem Zustand sein, in dem es so wenig wie möglich Energie verbraucht. Wie auch schon John Maynard Keynes gesagt hat besteht die Schwierigkeit nicht darin, neue Ideen zu entwickeln, sondern sich von alten Ideen zu befreien. Also machen Sie einen Schritt nach dem anderen und beginnen Sie…


Das Gedicht mit dem Titel „Autobiography in Five Chapters“ von Portia Nelson kann Ihnen dabei vielleicht eine gedankliche Unterstützung sein:


I

Ich gehe eine Straße entlang. Da ist ein tiefes Loch im Bürgersteig. Ich falle hinein. Ich bin verloren. Ich bin ohne Hoffnung. Es ist nicht meine Schuld. Es dauert endlos, wieder hinauszukommen.


II

Ich gehe dieselbe Straße entlang. Da ist ein tiefes Loch im Bürgersteig. Ich tue so als sähe ich es nicht. Ich falle wieder hinein. Ich kann nicht glauben, schon wieder am gleichen Ort zu sein. Aber es ist nicht meine Schuld. Immer noch dauert es sehr lange herauszukommen.


III

Ich gehe dieselbe Straße entlang. Da ist ein tiefes Loch im Bürgersteig. Ich sehe es. Ich falle schon wieder hinein… aus Gewohnheit. Meine Augen sind offen. Ich weiß, wo ich bin. Es ist meine Schuld. Ich komme sofort wieder heraus.


IV

Ich gehe dieselbe Straße entlang. Da ist ein tiefes Loch im Bürgersteig. Ich gehe darum herum.


V

Ich gehe eine andere Straße entlang.


Lassen Sie mich wissen, ob der Artikel für Sie hilfreich war. Ich freue mich über eine Rückmeldung per E-Mail office@pianussbaum.at


Weiter Ideen zum Gedankenstopp finden sie hier:

https://wiev1.orf.at/magazin/magazin/gesundheit/stories/222552/index.html