• Pia Nussbaum

Holen wir uns die Qualität des Wochenende zurück

Interessant für: Familien

Ihr Nutzen: Neue Perspektive

Ihre Investition: 3 min

Datum: Mai 2020




Mit dem Wochenende werden Dinge wie Pause, Auszeit, die Seele baumeln lassen, faul sein oder aktiv sein verbunden. Aber wird das in der heutigen Zeit wirklich noch gelebt?


Ist es nicht eher so, dass wir, anstatt uns von der Woche zu erholen, weiter machen und unseren Aufgaben und Pflichten nachgehen? Eine Freundin meinte unlängst: Wenn ich an die Wochenenden von vor 15 Jahren denke, dann fallen mir gemütliche Vormittage ein, an denen ich am Balkon meinen Tee getrunken, Freunde zum Brunch getroffen und entspannt in den Tag hineingelebt habe. Aber wo ist mein Wochenende heute?


Die Zeit von von Covid-19 hat uns gezeigt, wie wichtig es ist, die Freizeit von der Arbeit zu trennen. Gerade im Homeoffice ist es notwendig Berufs und Privatleben voneinander abzugrenzen.


Nehmen Sie sich Zeit für die kleinen Dinge die Sie glücklich machen!


Die Journalistin Katrina Onstad hat ein interessantes Buch mit dem Titel „The weekend Effekt geschrieben“[1]. Sie wurde von ihrem Sohn am Ende eines Wochenendes gefragt, ob das das Wochenende war. Und nachdem sie geantwortet hatte, dass es das war, meinte er, es hat sich aber gar nicht so angefühlt.


Wie fühlt sich denn Ihr Wochenende an? Leben Sie eine klare Grenze zwischen der Arbeitswoche und Ihrem Wochenende? Es sind zwei volle Tage, die gefüllt werden können mit Aktivitäten oder mit Nichtstun, Tage an denen Sie Spaß haben, Kraft tanken und sich etwas Gutes tun können.


Was passiert oft anstatt dessen? Durch unsere digitale Welt sind wir ständig mit unserer Arbeit und der Welt draußen verbunden. Wir fühlen uns verpflichtet auf Standby zu sein, bereit zu sein für das was kommen mag. Haben sie sich schon einmal überlegt, wie oft sie am Wochenende auf Ihr Smartphone oder elektronische Geräte schauen? Forscher des deutschen „Menthal Balance“ Projekts haben beobachtet, dass Nutzerinnen 88 Mal pro Tag das Smartphone einschalten.[2] Das beinhaltet, auch auf die Uhr zu sehen. Zusammengefasst wurde festgestellt, dass Menschen, die ein Smartphone besitzen, ungefähr alle 18 Minuten im Wachzustand zu ihrem Handy greifen. Das Handy wird 53 Mal am Tag entsperrt und die Zeit die am Handy verbracht wird beträgt circa 2,5 Stunden. Das Smartphone wir hauptsächlich für Social Media und Spiele verwendet, weniger jedoch zum Telefonieren.




Manchmal geht es nicht einmal ums Handy. Aufräumen, Einkaufen, Kochen, Wäsche waschen, familiäre Verpflichtungen stehen an der Tagesordnung und am Abend fällt man dann müde ins Bett ohne "etwas" erlebt zu haben. Aus diesem Grund lenken Sie ihre Aufmerksamkeit zwischendurch nicht nur auf ihre Verpflichtungen, sondern machen Sie sich ein Geschenk. Kleine Dinge können zu großen schönen Dingen wachsen, wie das Gänseblümchen das sich zwischen zwei Pflastersteinen nach oben ragt oder der angenehme Wind, ein gutes Lied im Radio oder ein leckeres Getränk.


Damit der Sonntagabend nicht schon bereits zum Montagmorgen wird, empfiehlt Onstad ein paar Punkte, die plausibel erscheinen:

  • Kommen Sie in Kontakt mit anderen Menschen, treffen sie sich mit alten Freunden. Besuchen Sie Menschen, die Sie mögen. Schenke Sie Menschen Zeit!

  • Es kann unglaublich bereichernd sein freiwillig bei Projekten mitzuwirken, von denen Sie überzeugt sind.

  • Spielen Sie, stricken Sie und entdecken alte oder neue Hobbys.

  • Verbringen Sie Zeit in der Natur. Beschäftige Sie sich mit schönen Dingen wie das Zwitschern der Vögel.

  • Gestalten Sie etwas Kreatives mit Ihren Händen oder besuchen Sie eine Ausstellung.

Weniger ist mehr. Gehen Sie weniger shoppen, räumen Sie weniger auf, lassen Sie das planen sein.


Wesentlich ist einmal Pause von der normalen Routine zu machen und auf die Bremse zu treten und finden Sie etwas das Sie beglückt und das Wochenende erfüllt.


Lassen Sie mich wissen, ob der Artikel für Sie hilfreich war. Ich freue mich über eine Rückmeldung per E-Mail office@pianussbaum.at


[1] https://www.harpercollins.com/9780062440181/the-weekend-effect/

[2] https://www.tagesanzeiger.ch/digital/mobil/smartphonenutzer-schauen-taeglich-88mal-auf-ihr-geraet/story/24730680

https://webcare.plus/menthal-balance/

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